Pflanzanleitung

Durchführung der Pflanzung von Heckenpflanzen
Abstecken der Heckenflucht

Für einen gleichmäßig geraden Verlauf der Hecke sollte der Heckenverlauf vor der Pflanzung abgesteckt werden. Setzen Sie am Anfang und Ende der Hecke jeweils einen Pfahl und verbinden Sie diese mit einer Schnur. Alternativ kann der Verlauf mit Bodenmarkierspray markiert werden. So gelingt eine exakt ausgerichtete Heckenpflanzung.

Herstellung des Pflanzgrabens oder Pflanzlochs

Aus praktischer Erfahrung ist ein Pflanzgraben der Einzelpflanzung vorzuziehen, da das spätere Heckenbild gleichmäßiger wirkt. Der Pflanzgraben wird entlang der Markierung ausgehoben und sollte etwa 1,25 bis 1,5-mal so breit wie der Erdballen sowie 1–3 cm tiefer sein. Dies gilt auch bei einzelnen Pflanzlöchern.
Der Boden im Graben oder Loch muss gut gelockert oder zusätzlich einen Spatenstich tief umgegraben werden. Bei schweren, lehmigen Böden empfiehlt sich die Einarbeitung von Sand, bei sehr sandigen Böden Humus oder Pflanzerde. Idealerweise werden diese Vorarbeiten bereits vor dem Liefertermin der Pflanzen erledigt.

Einsetzen der Heckenpflanzen

Verteilen Sie die Heckenpflanzen gleichmäßig im Pflanzgraben oder Pflanzloch. Die Oberkante des Ballens sollte etwa 1–3 cm unter dem umliegenden Erdreich liegen.
Ballenware wird immer mit Juteballenleinen eingepflanzt – dieses darf nicht entfernt oder geöffnet werden, da es den Ballen stabilisiert und im Boden verrottet. Ein vorhandenes Drahtgeflecht verbleibt ebenfalls im Boden, wird jedoch im oberen Bereich geöffnet und leicht nach unten gedrückt. Anschließend die Ballen gründlich wässern.

Verfüllen des Pflanzgrabens

Der Aushub wird mit Heckendünger oder einem Heckenaktivator vermischt und anschließend wieder eingefüllt. Wichtig ist, dass die Heckenpflanzen nicht zu tief oder zu hoch stehen – eine 1–3 cm starke Erdschicht über dem Ballen ist ideal.
Treten Sie das Erdreich seitlich leicht an, damit die Pflanzen sicher stehen. Danach die Fläche abharken und nochmals gründlich wässern, um ein gutes Anwachsen zu fördern.

Pflege und weitere Hinweise nach der Pflanzung
Rückschnitt nach der Pflanzung

Ballenware sollte nach dem Einpflanzen um etwa 10–15 % in der Höhe zurückgeschnitten werden. Dadurch wird das Verhältnis zwischen Blattmasse und durchtrennter Wurzelmasse ausgeglichen und das Anwachsen erleichtert. Bei Topfware ist ein Rückschnitt nicht erforderlich. Bei fachgerechter Pflanzung liegt die Anwachsquote bei 95–100 % (Ballenware) und 99–100 % (Topfware).

Bewässerung der Heckenpflanzen

In den ersten vier Monaten nach der Pflanzung ist eine gleichmäßige Wasserversorgung besonders wichtig. Der Boden sollte leicht feucht gehalten werden, ohne Staunässe zu verursachen.
Als Faustregel gelten 2–3 Wassergaben pro Woche mit ca. 5–8 Litern Wasser pro Meter Pflanzenhöhe. Bei Regen oder kühler Witterung kann das Gießen reduziert oder ausgesetzt werden. Wichtig ist, dass der Boden zwischendurch auch abtrocknen kann.

Ab dem fünften Monat sind die Pflanzen meist gut angewurzelt und benötigen weniger zusätzliche Bewässerung. In trockenen Sommern sollte jedoch weiterhin regelmäßig gegossen werden. Auch im Winter ist bei trockener Witterung eine monatliche Wassergabe wichtig, um Frosttrocknis bei immergrünen Hecken zu vermeiden.

Düngung

Die Hecke sollte zweimal jährlich mit einem organischen Heckendünger versorgt werden – idealerweise im Frühjahr (März) und im Sommer (Juni/Juli). So wird ein gesundes Wachstum unterstützt.

Weitere Hinweise

Vom Abdecken des Wurzelbereichs mit Mulch, Kies oder Vlies wird während der Anwachsphase abgeraten, da der Boden ausreichend belüftet werden sollte. Nach etwa einem halben Jahr kann eine Abdeckung erfolgen.
Gelbe Blätter oder Nadeln im ersten Standjahr betreffen meist Ballenware und sind ein normaler Vorgang, da die Pflanze ihre Kraft zunächst in das Wurzelwachstum lenkt.

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